Es gibt nur eine
falsche Sicht:
Der Glaube, meine
Sicht ist die einzig
richtige.

Nagarjuna

Tagung Buddhismus und Psychotherapie
Seminare

Tagung Buddhismus und Psychotherapie
Die AG Buddhismus und Psychotherapie nimmt 2012 eine Auszeit,
um die bisherigen Dokumentationen zu einem Buch zu überarbeiten.
2013 findet dann wieder eine Tagung im Wannseeforum statt.
Elfte Tagung 14.-15.September 2013 (!)
Die Dokumentationen der Tagungen ab 2002 erhalten Sie im Büro.

 

WE-Seminare

28.-29.1.2012
Was ist der Mensch?
Eine Anleitung des Buddha zur weisen Selbstbetrachtung

mit Michael Peterssen
Zeiten: Sa 10-18h, So 10-17h
Ort: Lotos-Vihara,
Kursgebühr: € 60,-
Anmeldung im Büro 030/ 794 109 59 oder
office@buddhistische-akademie-bb.de
Anmeldeschluss: 11.1.2012

In den buddhistischen Schriften wird die Person unter fünf Aspekten
(Skandhas) beschrieben, namentlich Form/Materie - Gefühlstönung
- unterscheidende Wahrnehmung - Bildekräfte und Bewusstsein.
Sie werden auch als „Gruppen des Anhaftens“ bezeichnet. Der
Buddha sagte von sich selber, dass er erst mit dem vollständigen
Verstehen der Skandhas das höchste Erwachen erfahren hat. Die
Veranstaltung soll ein erstes Verständnis dieser wichtigen Lehre
vermitteln, indem wir uns
a) über die Funktion der Skandhas klar werden
b) jede dieser „Gruppen“ einzeln anschauen
c) jeweils praktische Übungen dazu machen


25.-26.2.2012
Loslösung von der Welt und Mitgefühl
praktizieren - ein unaufl ösbarer Gegensatz?

mit Michael Peterssen
Zeiten: Sa 10-18h, So 10-17h
Ort: Lotos-Vihara,
Kursgebühr: € 60,-
Anmeldung im Büro 030/ 794 109 59 oder
office@buddhistische-akademie-bb.de
Anmeldeschluss: 8.2.2012

Wer sich ein wenig mit den buddhistischen Schriften der verschiedenen Traditionen vertraut macht, wird auf zwei unterschiedliche, anscheinend unvereinbare Haltungen stoßen. Zum einen hat die Welt keinerlei Wert; wer es ernst meint mit dem Erwachen, der muss sich so weit wie irgend möglich von allem Weltlichen zurückziehen. Zum anderen finden wir vieles, was auf die Wertschätzung auch der veränderlichen Welt zeigt. Man kann das Dasein auf dieser Welt genießen, solange man nicht an ihr haftet.
Wir wollen uns diese Haltungen anhand von Textpassagen vor Augen führen, ihre Vor-und Nachteile für unsere Praxis besprechen und fragen, ob sie nicht doch miteinander vereinbar sind.

Michael Peterssen
meditiert seit 1975. Etwa acht Jahre lang praktizierte er Zen. Später gehörte er 15 Jahre lang dem traditionsübergreifenden „Buddhistischen Orden Triratna“ an. Er hat viele Studien-und Meditationsseminare geleitet. Aryadeva versteht sich einfach als Buddhist mit einer tiefen Verbindung zu den Kernlehren des Buddha. Gegenwärtig gilt sein besonderes Interesse dem Studium des frühen Buddhismus, der Dharmareflexion und der Satipatthana-Meditation. Seine derzeitigen Hauptlehrer sind Carol Wilson und Joseph Goldstein (beide Insight Meditation Society, USA), bei denen er regelmäßig längere Meditationsretreats im Schweigen besucht.

21.-22.7.2012
Der Weg vom Lesen zur
Selbst veränderung - Kontem plieren als spirituelle Praktik.
Praktische Anleitungen mit Übungen

mit Michael Peterssen
Zeiten: Sa 10-18h, So 10-17h
Ort: Lotos-Vihara,
Kursgebühr: € 60,-
Anmeldung im Büro 030/ 794 109 59 oder
office@buddhistische-akademie-bb.de
Anmeldeschluss: 4.7.2012

Zu Zeiten des Buddha lernten Interessierte, indem sie ihm zuhörten,
wenn er seine Lehre öffentlich darlegte. Für uns heute spielt das Lesen eine wichtige Rolle. Und doch wissen wir, dass Lesen alleine wenig verändert. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass es zum ERWACHEN führt. Daher hat der Buddha zwei weitere Praktiken zur Weisheitsentwicklung empfohlen, das Meditieren und das
Reflektieren über seine Lehre. Meditation ist mittlerweile unter Buddhisten recht verbreitet.
Dagegen wird das Reflektieren wenig praktiziert. Diese Veranstaltung möchte zeigen, was Reflexion ist, wozu sie gut ist und wie man sie kultiviert. Dazu wird es auch Übungen geben, in denen wir beginnen, uns praktisch mit dieser traditionellen Praxis vertraut zu machen.

27.-28.10.2012 zusätzlich im Programm
Karma und Wiedergeburt – Was lehrt der frühe Buddhismus dazu?

mit Michael Peterssen
Zeiten: Sa 10-18h, So 10-17h
Ort: Lotos-Vihara,
Kursgebühr: € 60,-
Anmeldung im Büro 030/ 794 109 59 oder
office@buddhistische-akademie-bb.de
Anmeldeschluss: 11.10.2012

In den alten Schriften spricht der Buddha an zahlreichen Stellen - nicht zuletzt bei der Schilderung seines Erleuchtungserlebnisses – über Karma und Wiedergeburt. Daher wundert es nicht, dass diese Lehren nach traditioneller Auffassung zum Kernbestand des Buddhismus gehören. Allerdings gibt es unter westlichen Buddhisten eine nicht geringe Anzahl von Praktizierenden, die zumindest der Wiedergeburtenlehre, manchmal auch der Karmalehre weniger Bedeutung für einen zeitgemäßen Buddhismus beimessen oder sie gar ablehnen. Kann es, so ist zu fragen, einen Buddhismus ohne Karma und Wiedergeburt geben?
Wir wollen uns an diesem Wochenende
• anhand von ausgewählten Textstellen anschauen, was die Lehre des frühen Buddhismus (Palikanon) zu Karma und Wiedergeburt zu sagen hat;
• außerdem sollen diese Aussagen in einen größeren Zusammenhang eingeordnet werden, um ihre Bedeutung und ihre Funktion für den buddhistischen Erlösungsweg zu verstehen;
• schließlich wollen wir uns kritisch mit einzelnen Aspekten von Karma und Wiedergeburt auseinandersetzen und dabei besonders die Frage im Auge haben, ob und wenn ja inwieweit diese Lehren auch für uns noch eine befreiende Wirkung entfalten können.