Es gibt nur eine
falsche Sicht:
Der Glaube, meine
Sicht ist die einzig
richtige.

Nagarjuna

Aktuell


Programmflyer Oktober 2014-Mai 2015.pdf
Programmflyer Mai-Dezember 2015.pdf

unsere Telefonnummer: (030) 639 646 16

16.4. Wenn mein theoretisches Mitgefühl von meinen tatsächlichen Begegnungen gefordert wird
Katharina Schmidt
19 Uhr
Lotos-Vihara, Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, Ermäßigung möglich

Was ist eigentlich, wenn ich Mitgefühl als Konzept ganz gut verstanden habe und auch auf dem Kissen, in meiner Meditationsecke, wo es warm und angenehm ist, empfinden kann, aber sobald ich „draußen“ im rauen Alltag bin, ist das alles weg? Ich werde sauer – mit mir und allen anderen. Ich finde die Menschen um mich herum blöd und anstrengend. Ich bin gereizt, ärgerlich und möchte meine Ruhe.
Weisheit und Liebe oder Mitgefühl sind die zwei Kernqualitäten buddhistischer Praxis, auf deren Flügeln wir wacher für uns und andere werden können.
Wie können wir Mitgefühl für uns und andere ganz praktisch leben und welche Schritte gibt es, „nach dem Kissen“?
Vortrag und Austausch


katharina schmidt
7.5. Beliebte Vorurteile und populäre Irrtümer über den Buddhismus
Michael Peterssen
19 Uhr
Lotos-Vihara, Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, Ermäßigung möglich

Der Buddhismus hat im Westen im Großen und Ganzen eine positive Presse. Das liegt wohl daran, dass Buddhisten Werthaltungen zeigen, die bei uns gesellschaftlich geschätzt sind. Wir lesen und hören, der Buddhismus missioniere nicht, sei tolerant gegenüber anderen Religionen und könne überhaupt eher als eine auf Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit beruhende Lebensweise denn als eine Religion betrachtet werden. Deshalb sei ihm auch zum Beispiel jegliche Neigung zum Fundamentalismus fern, der für die Ungläubigen Höllenstrafen und für die Gläubigen Segnungen des Himmels bereit hält. Ebenso mische er sich nicht ins Politische ein, sondern konzentriere sich auf die Veränderung des Individuums mithilfe bewährter Techniken wie Meditation, deren Effektivität inzwischen auch neurowissenschaftlich erwiesen sei.
Wenngleich in all diesen Ansichten ein Stück Wahrheit liegt, finden wir bei genauerem Hinsehen auch manches Fragwürdige, zum Teil sogar Falsche ihn ihnen. Der Vortrag wird versuchen, einige weitverbreitete Irrtümer zu korrigieren und dabei die Komplexität und gleichzeitig den Reichtum der buddhistischen Traditionen sichtbar werden zu lassen.
Ein Vortrag für Menschen, die bereit sind sich ent-täuschen zu lassen.


11.5. Erfolg ist relativ. Eine buddhistische
Perspektive auf zentrale Begriffe und Glaubenssätze
unserer Wirtschaft

Dr. Kai Romhardt
17.30 Uhr
Ort: Urania, An der Urania 17

Dieser Vortrag untersucht aus buddhistischer Perspektive und auf sehr praktische Weise das Grundgerüst unsere ökonomischen Denkens und Handeln. Dieses beruht auf einem Set von Annahmen und Ideen, die oft leichtfertig als ökonomische Wahrheiten präsentiert und verstanden werden. Doch in fast jedem zentralen ökonomischen Begriff stecken ein oder mehrere Fragezeichen. Kosten. Nutzen. Leistung. Erfolg. Investition. Wettbewerb, Wohlstand. Eigentum... Diese zentralen Begriffe und Ideen des Ökonomischen stehen – mit ihren impliziten Glücksversprechen –  auf sehr dünnem Eis. Über welchen Erfolg sprechen wir?  Und für wen? Wie definieren wir Nutzen? Wem dient das Eigentum? So viele offene Fragen, so wenige befriedigende Antworten. Schauen wir mit Hilfe der buddhistischen Praxis und Lehre auf unser alltägliches Wirtschaften und seine zentralen Denkfiguren, zeigt sich, dass viele Begriffe im Kern vergiftet sind und uns in der Anwendung auf einen destruktiven Pfad führen.

kai romhardt

21.5. Was tue ich und warum?  Der Achtfache Pfad. Natürliche Ethik: Verhalten, Reden und Lebensstil
Sylvia Wetzel
19 Uhr
Lotos-Vihara, Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, Ermäßigung möglich

Was nützen ethische Regeln, wenn wir doch oft nicht tun, was wir für richtighalten? Welche Rolle spielen Religionen für ein freundliches, einfühlsames und umsichtiges Verhalten? Die Goldene Regel wurde im ersten Jahrtausend v.Chr. in unterschiedlichen Kulturen „entdeckt“: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem andern zu. Sie stellt keine Liste von negativen und positiven Handlungen auf, sondern appelliert an unser eigenes Erleben. Das nennt der Dalai Lama natürliche oder säkulare Ethik, und dafür, meint er, braucht es keine Religion. Das lernt man im Zusammenleben mit anderen Menschen. Im Spiegel der Goldenen Regel und der buddhistischen Silas untersuchen wir unser Verhalten, unser Reden und unseren Lebensstil.


4.6. Buddhismus - (k)eine Alternative?
Was halten junge Menschen von östlicher Spiritualität?

Moderation: Susanne Billig
19 Uhr
Lotos-Vihara, Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, Ermäßigung möglich

Podiumsgespräch mit Studierenden der Religionswissenschaften

In diesem Podiumsgespräch geht nicht darum, junge Menschen für den Buddhismus zu gewinnen. Stattdessen sollen die Ansichten, Reflexionen und Meinungen der Podiumsteilnehmenden und der Zuhörer und Zuhörerinnen Raum erhalten. Dabei können Fragen wie diese erörtert werden: Religion heute - ist das alltagstauglich? Religiosität - nur noch wissenschaftlich interessant? Religiöse Zentren, Kirchen, Räume - besser nur von außen? Buddhismus - nur etwas für Menschen fünfzig plus? Spirituelle Sehnsucht, Sinnsuche - das mach ich mit mir selber aus? Buddhismus - ein reiner Medien-Hype? Überzeugende Vorbilder im Alltag - wie soll man die finden? Religion und Demokratie - geht das überhaupt zusammen?


foto susanne billig

Veranstaltungsort Lotos-Vihara

Lotos-Vihara: Neue Blumenstr. 5, 10179 Berlin,
U5 Schillingstraße und Stausberger Platz,
S Jannowitzbrücke. Das Lotos-Vihara befindet sich in einem offenen Innenhof und ist über einen Asphaltweg neben der Neuen Blumenstraße 4 zu erreichen.

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